Nan­ni, Novem­ber 2025

Am 18.03.2026 wur­den wie­der ins­ge­samt 30 Tie­re aus einem Ver­suchs­la­bor in die Frei­heit ent­las­sen. Wie schon bereits im Novem­ber 2024 und Febru­ar 2025 haben wir auch dies­mal Hil­fe zuge­sagt und 5 Tie­re bei uns aufgenommen.

Der­zeit wer­den sie lang­sam an Frisch­fut­ter und all­täg­li­che Umge­bungs­ge­räu­sche gewöhnt. Sie fres­sen mitt­ler­wei­le schon Möh­re, Möh­ren­grün und ganz wenig Salat. Aber UNMENGEN von Heu wer­den ver­drückt, so schnell kann man gar nicht nach­le­gen. Wir fra­gen uns echt, wo die klei­nen, sehr zier­li­chen "Mäu­se" das hin­ste­cken. Aber Dank ihres guten Appe­tits haben sie alle schon zwi­schen 70 und 90 Gramm zugenommen. 

Alle sehen sich sehr ähn­lich. Nur an den Ohren kann man sie – wenn man wirk­lich genau schaut und ver­gleicht – unter­schei­den. Des­halb haben wir sie noch mit ungif­ti­ger Far­be mar­kiert. Das geht natür­lich wie­der weg – kei­ne Sor­ge – wir wol­len die­se hüb­schen Tie­re nicht frei­wil­lig "ver­schan­deln". Im Ver­hal­ten zei­gen sie sich noch scheu sobald man den Raum betritt aber wir mer­ken, dass sie mit jedem Tag ent­spann­ter wer­den. Das Her­aus­fan­gen zum Wie­gen bedarf gro­ßem Geschick, denn das mögen sie gar nicht und sind blitz­schnell und wendig. 

Die Tie­re sind geschätzt 4 Mona­te alt und wur­den immer in 5er Grup­pen gehal­ten. Für jedes Tier wäre es sehr wich­tig, dass es in eine har­mo­ni­sche Grup­pe inte­griert wer­den kann. Wir ver­mit­teln sie nicht in Pär­chen­hal­tung. Sie müs­sen Sozi­al­ver­hal­ten ler­nen und brau­chen "Erzie­her­schwei­ne", die ihnen die Welt zei­gen. Sie dür­fen ger­ne noch sehr viel lernen. 

Aus Daten­schutz­grün­den kön­nen wir kei­ne Ein­zel­hei­ten zur Her­kunft bzw. Art der Tests geben und wir bit­ten um ange­mes­se­ne Kom­men­ta­re bzw. möch­ten kei­nen sog. Shit­s­torm auf Ver­suchs­la­bo­re. Die­se Tie­re haben nun die Chan­ce erhal­ten auf ein art­ge­rech­tes Leben, und nur das ist für uns – bzw. für die­se Tie­re – das ein­zigst Wichtige! 

Nan­ni & Han­ni hat­ten rie­si­ges Glück und durf­ten auf einen lang­jäh­rig bekann­ten Platz zu vier erwach­se­nen Schwein­chen zie­hen.
Das schreibt ihre neue Gur­ken­schnib­ble­rin:
"Vor weni­gen Wochen zogen die süßen Zwil­lin­ge Han­ni und Nan­ni bei mir ein. Babies, die aus dem Ver­suchs­la­bor geret­tet wer­den konn­ten, klei­ne wei­ße „Mäus­chen“ mit roten Äug­lein. Kaum aus­ein­an­der zu ken­nen… des­halb wer­den sie noch mit Lebens­mit­tel­far­be mar­kiert. Hell­blau die Han­ni mit Hän­ge­öhr­chen, rot die Nan­ni.
Die bei­den ent­wi­ckeln sich pri­ma, haben schön zuge­nom­men, wer­den von Tag zu Tag zutrau­li­cher. Pro­bie­ren alles Grün­zeug, das sie ja bis­her gar nicht kann­ten. Sie sind vor allem schnell! Und neu­gie­rig, mutig, lebens­lus­tig, freund­lich zu den ande­ren Schwein­chen… ein­fach lie­bens­wert! Und ein biss­chen frech sind sie auch, Han­ni ein biss­chen mehr wie Nan­ni. Die bei­den brin­gen rich­tig Leben in die Grup­pe und selbst die zurück­ge­zo­ge­ne Ken­dra ist oft neben den bei­den zu sehen. Jim Knopf lässt sich von ihnen sogar den Radic­cio klau­en- die süßen Zwil­lin­ge haben es ihm von Anfang an ange­tan.
Ich bin sehr froh, dass ich den bei­den Labo­ris ein schö­ne­res Leben bie­ten darf!"

Und wir sind froh, dass die zwei Mäus­chen einen so tol­len lie­be­vol­len Platz gefun­den haben. Dan­ke­schön, Daniela.!