Flu­se, *ca. Juli 2017 – jetzt Chantal

Flu­se kam Anfang Juli 2022 zu uns. Sie war die letz­te aus einem ehe­ma­li­gen Trio und die Hal­tung soll­te been­det werden.

Flu­se ist eine älte­re äußerst char­man­te Dame die aber lei­der eini­ge Bau­stel­len mit­brach­te und vor ca. 3 Jah­ren auf­grund eines Grau­en Stars erblin­de­te. Mit ihrer Blind­heit kommt sie super klar und wenn man die wei­ßen Augen nicht sehen wür­de wäre es nicht sofort zu erken­nen das sie gar nichts sieht. Beim Gesund­heits­check kamen dann noch eine Bla­sen­ent­zün­dung, ein Harn­lei­ter­stein, eine klei­ne Ova­ri­al­zys­te und ein Milz­tu­mor zum Vor­schein. Armes Mäus­chen. Als ers­tes kon­zen­trie­ren wir uns auf die Bla­sen­ent­zün­dung und den Harn­lei­ter­stein um sie erst­mal zu sta­bi­li­sie­ren. Die Behand­lung schlägt soweit gut an.
In ihrem Pfleg­lings­stall so allei­ne hat es Flu­se gar nicht gefal­len und man merk­te sie zieht sich zurück und wur­de mäke­lig beim Fressen.

Aber da hat Flu­se das ganz gro­ße Los gezo­gen und durf­te auf einen lan­ge bekann­ten und äußerst erfah­re­nen Platz zu 3 Ex-Heu­wus­lern in die Nähe von Ingol­stadt zie­hen. Die Gur­ken­sch­nib­bler haben ein rie­si­ges Herz für die ganz armen, kran­ken oder chan­cen­lo­sen Fell­na­sen und Platz Num­mer 4 soll­te wie­der genau so einem armen Fell­chen geschenkt wer­den. So wur­de Flu­se ein­ge­packt und ein Blind Date arran­giert. Der Kas­trat Bär war gleich hin und weg dass er wie­der ein 3. Mäd­chen sein eigen nen­nen darf und hat sich kaum ein­ge­be­kom­men vor bromm­seln, popo­wa­ckeln und aus­gie­bi­gem abschnup­pern. Vro­ni ist die Ruhe selbst und fin­det eigent­lich jedes Mee­ri klas­se – Haupt­sa­che man hat einen Fut­ter­berg vor sich und die Welt ist in Ord­nung. Die jüngs­te im Bun­de, Ame­lie, ist da eher der Treib­auf und muss­te erst­mal klar machen dass natür­lich sie nach Bär das sagen hat. Da gab es ein paar klei­ne Pop­zwi­cker aber nach 1 Stun­de lag Ame­lie wie ein per­sön­li­cher Blin­den­hund neben Flu­se und hat auf sie auf­ge­passt. Über die ers­ten Nacht haben sich Bär & Ame­lie immer abge­wech­selt und haben Flu­se Gesell­schaft geleis­tet. Und auch das Essen schmeck­te plötz­lich wie­der. In ein paar Tagen wer­den sich alle gefun­den haben uns Flu­se auch die Abläu­fe, Geräu­sche und Gerü­che ken­nen gelernt haben. Da sie eine wirk­lich vor­bild­li­che Pati­en­tin ist, brav Medi­ka­men­te nimmt und die aller­bes­te Pfle­ge bekommt hof­fen wir dass Flu­se noch eine mög­lichst lan­ge glück­li­che Zeit in die­sem Traum­zu­hau­se genie­ßen kann.
Aller­dings muss sie sich an ihren neu­en Namen "Chan­tal" gewöh­nen da es dort schon ein Mäd­chen mit dem Namen Flu­se gab wel­che lei­der, nach lan­ger Pal­lia­tiv­be­hand­lung, vor kur­zem ihre Köf­fer­chen gepackt hat.

Lie­be Jean­net­te, lie­ber Man­fred, herz­li­chen Dank für euer unglaub­lich gro­ßes Herz, dass ihr gera­de den Schwein­chen mit gro­ßen Bau­stel­len immer euer Herz & Heim öffnet!