Asma­ra, *01.02.2018 – jetzt Luna

Asmara18070608Asma­ra über­nah­men wir auf­grund einer amts­tier­ärzt­li­chen Maß­nah­me zusam­men mit wei­te­ren 77 Meer­schwein­chen aus einem Pri­vat­haus­halt. Mehr zu die­sem Not­fall ent­neh­men Sie bit­te unse­rer Rubrik Not­fäl­le oder unse­rem Face­book-Bei­trag.

Als wir Asma­ra aus dem Not­fall mit 78 Tie­ren über­nah­men, war sie so abge­ma­gert, dass es nicht klar war, ob sie die­sen Zustand über­haupt über­le­ben wür­de. Zusätz­lich war Asma­ra auch noch träch­tig, was ihren klei­nen Kör­per noch vor eine grö­ße­re Her­aus­for­de­rung stell­te. Denn so muss­te sie nicht nur sich selbst ver­sor­gen, son­dern auch noch ihren unge­bo­re­nen Nach­wuchs ernähren. 

Doch Asma­ra zeig­te von Anfang an, dass sie eine Kämp­fe­rin ist und nahm gie­rig ihren Päp­pel­brei und ihre Ergän­zungs­mit­tel. Nach­dem ihre Zahn­fehl­stel­lung kor­ri­giert war, fraß sie bald auch selbst­stän­dig, so dass kein Päp­peln mehr not­wen­dig war. Nach und nach kam ein Gramm nach dem ande­ren dazu. Wir waren sehr erleich­tert, dass die klei­ne Madame so gro­ße und schnel­le Fort­schrit­te mach­te. Den­noch blieb die Sor­ge, ob ihr Nach­wuchs die­se Stra­pa­zen gut über­stan­den hat­te. Aber dann am Oster­sams­tag war es end­lich soweit. Ich konn­te zum ers­ten Mal ers­te zar­te Bewe­gun­gen in ihrem Bauch spü­ren! Die Babies waren soweit also bis­her wohl auf! Asma­ra hat­te also die Mög­lich­keit ihren Wurf in einer gesi­cher­ten, gesun­den und meer­schwein­chen­ge­rech­ten Umge­bung auf­zu­zie­hen. Was für ein Glück für die bal­di­ge Meerschweinchenfamilie!
Den­noch kam alles anders. Noch in der Früh des Oster­mon­tags bei unse­rem täg­li­chen Wie­ge- und Ver­sor­gungs­ri­tu­al schien alles in bes­ter Ord­nung zu sein. Doch lei­der reicht kämp­fen und hof­fen manch­mal nicht aus. Die Man­gel­ver­sor­gung der letz­ten Wochen ist nicht ein­fach so unge­sche­hen zu machen. Für Asma­ra und ihre Babies war die­se ein­fach zu viel. Am spä­ten Vor­mit­tag des Oster­mon­tags gebar Asma­ra ihre zwei Babies viel zu früh. Die bei­den waren noch kom­plett nackt und nicht über­le­bens­fä­hig. Den­noch gab sich Asma­ra ihr größ­te Mühe und leck­te sie sorg­fäl­tig tro­cken. Lei­der ohne jeg­li­che Aus­sich­ten die Bei­den auf­we­cken zu können.
Doch Asma­ra ist und bleibt eine Kämp­fe­rin und kämpft sich wei­ter­hin Gramm für Gramm wei­ter in ein gesun­des Meer­schwein­chen­le­ben. Wir drü­cken der Maus sehr die Dau­men, dass ihr Kämp­fer­geist und ihre Ener­gie für sie allei­ne nun aus­rei­chend ist und wir sie bald in eine tol­le End­stel­le in ein glück­li­ches Schwein­chen­le­ben ver­mit­teln können.

Unse­re klei­ne Kämp­fe­rin Asma­ra hat mal wie­der gezeigt was mit guter Pfle­ge und Lie­be alles mög­lich ist. Beim letz­ten Check war von Zahn- oder ande­ren Pro­ble­men nichts mehr fest­stell­bar. Die Fehl­ge­burt hat sie soweit gut weg­ge­steckt und sich sehr gut entwickelt.

Die zier­li­che jun­ge Dame hat den Jack­pot gezo­gen: Nie wie­der Hun­ger und viiiiel Platz zum Toben für IMMER.
Dazu noch 4 freund­li­che Meer­schwein­chen-Freun­de und eine Men­schen­fa­mi­lie, die sich bes­tens aus­kennt. Auch klei­ne­re Krank­hei­ten sind für die lang­jäh­ri­gen Meer­schwein­chen-Besit­zer kein Pro­blem. Im eige­nen Zim­mer mit einem abwechs­lungs­rei­chen selbst­ge­bau­ten Gehe­ge hat jedes der nun 5 Meer­schwein­chen alles was es braucht. Sogar Grün­fut­ter wird täg­lich frisch gepflückt.

Vie­len Dank lie­be Sil­ke, dass ihr einem Meer­schwein­chen das im sei­nem kur­zen Leben schon so viel Leid erfah­ren hat, alles gebt was es braucht.