Peer, *12.01.17

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Peer ist der Sohn von Zeta wel­che wir bereits träch­tig aus dem Hun­de­zwin­ger-Not­fall aus Dach­au über­nom­men hat­ten. Er war bei der Geburt ein Leicht­ge­wicht mit unter 50 Gramm und konn­te anfäng­lich die Hin­ter­bei­ne nicht bewe­gen. Er lag nur im Stall und sei­ne Mut­ter nahm ihn auch nicht an und woll­te ihn nicht säugen

Jetzt war wie­der die Pfle­ge­stel­le gefor­dert. Alle 2 Stun­den, auch nachts, bekam Peer Auf­zucht­s­milch tröpf­chen­wei­se mit einer klei­nen Sprit­ze mit Nuckel­auf­satz ver­ab­reicht, wel­che zusätz­lich mit homöo­pa­thi­scher Medi­zin und Vit­ami­nen ange­rei­chert war. Nach 3 Tagen wackel­te der klei­ne Mann schon durch's Gehe­ge und auch Mama Zeta küm­mer­te sich von da an glei­cher­ma­ßen um ihn und sei­ne Schwes­ter Solveig.

Heu­te merkt man von den Start­schwie­rig­kei­ten über­haupt nichts mehr. Ganz im Gegen­teil: Peer ist ein unglaub­lich lebens­lus­ti­ges Kerl­chen, furcht­bar neu­gie­rig und so vor­wit­zig, dass man ihm stun­den­lang zuschau­en könn­te. Wenn er müde gewor­den ist vom Spie­len und Toben, kuschelt er sich am aller­liebs­ten in ein Heu­bett. Ein ech­ter Heu­wus­ler halt. Er hat sei­den­wei­ches Fell und ein so gol­di­ges Gesicht dass man ihn am liebs­ten abbus­seln möchte. 

Lan­ge Zeit haben wir uns gefragt, war­um die­sen hüb­schen Buben nie­mand adop­tie­ren woll­te. Aber nun wis­sen wir die Ant­wort. Für Peer war ein ganz beson­de­res Zuhau­se vor­ge­se­hen. Er durf­te zu unse­rem För­der­mit­glied Kathi und ihren 3 Meer­schwein­chen-Damen zie­hen. Und der klei­ne Mann hat sei­ne Chan­ce gleich genutzt. In dem groß­zü­gi­gen Frei­lauf­ge­he­ge hat er sich erst mal mit­ten­rein gesetzt. Ganz nach dem Mot­to: Hey Mädels – hier bin ich! Ohne Scheu hat er sich alles ange­schaut und den Damen klar gemacht, dass es kei­nen Zwei­fel dar­an gibt, wer ab sofort das Sagen hat. Sogar Meer­schwein­chen­da­me Pau­la, die ältes­te und domi­nan­tes­te im Rudel, konn­te er nach anfäng­li­chen Start­schwie­rig­kei­ten über­zeu­gen. Wie man vom Frei­lauf in den ein­ge­streu­ten Eigen­bau kommt, hat er am nächs­ten Tag auch schon ver­stan­den. Erb­sen­flo­cken nimmt er schon von Kathi's Hand und die­se ist auch ganz begeis­tert von dem Charmeur.

Ein Meer­schwein­chen­traum ist wahr gewor­den und das lan­ge War­ten hat sich gelohnt. Dan­ke, lie­be Kathi, dass Du unse­rem anfäng­li­chen Sor­gen­kind eine so tol­le Zukunft bescherst. Bestimmt habt Ihr viel Freu­de mit dem klei­nen Clown.