Paul, *ca. März 2015

PaulundClaire006 Paul stammt aus ganz furcht­ba­rer Hal­tung. Zusam­men mit 29 Art­ge­nos­sen wur­de er zunächst auf einem Dach­bo­den gehalten.

Bei die­sen hohen Tem­pe­ra­tu­ren sind eini­ge an Hitz­schlag gestor­ben. Dar­auf­hin beschlos­sen die Besit­zer die Tie­re in klei­nen Käfi­gen, über­ein­an­der­ge­sta­pelt in den Gar­ten zu stellen.

Als Schutz vor Son­ne, Wind und Wet­ter wur­de nur eine Pla­ne über die Käfi­ge gelegt. Bei einem vor­herr­schen­den Unwet­ter, hat der Wind die Pla­ne dann davon­ge­ris­sen und die Tie­re saßen alle im nas­sen Ein­streu. Nun waren die Besit­zer voll­kom­men übefor­dert mit der Situa­ti­on und boten die Tie­re zum Ver­schen­ken an, egal wohin, Haupt­sa­che schnell weg. Eine uns gut bekann­te Tier­freun­din konn­te die­sem Elend nicht län­ger zuse­hen und über­nahm alle 30 Tie­re (davon 18 unk­as­trier­te Buben!) Vie­le hat­ten einen Pilz und Haar­lin­ge. Das wäre noch nicht so schlimm, kann man ja behan­deln. Viel schlim­mer ist, dass in dem gan­zen Bestand kein ein­zi­ges Mut­ter­tier dabei ist. Wir wis­sen nicht, was mit den Mamas pas­siert ist, man kann es sich nur lei­der aus­ma­len. Paul kam mit Dan­te, Emil und Niels auf die Pfle­ge­stel­le, er ist der ängst­lichs­te von den Vie­ren. Er muss sein bis­he­ri­ges Leben erst noch ver­ar­bei­ten und auf der Pfle­ge­stel­le ler­nen, dass ihm Nichts pas­siert, wie sei­ne drei Kum­pels muss er noch an Gewicht zule­gen. Aber auf sei­ner jet­zi­gen Pfle­ge­stel­le kann er Fres­sen soviel er will und sich von sei­nem bis­he­ri­gem Leben erho­len. Die 30 Tie­re waren alle der­art aus­ge­hun­gert, dass sie schon allei­ne auf der Fahrt von ihrem Hor­ror-Zuhau­se auf den Pfle­ge­platz 1 kg Karot­ten in Rekord­zeit ver­schlun­gen haben.

Paul durf­te zusam­men mit sei­ner Part­ne­rin Clai­re umzie­hen. Es wur­de extra noch ein drei­stö­cki­ger Eigen­bau besorgt, reno­viert und umge­stal­tet. Zusätz­lich haben sie eine Anbau mit klei­nem Dau­er­aus­lauf. Sogar ein Kuschel­sack wur­de extra ange­fer­tigt und die bei­den wur­den mit Span­nung erwar­tet. Für den Som­mer bekom­men die zwei noch einen schö­nen Sommerauslauf.

Wir sagen herz­li­chen Dank nach Fürstenfeldbruck.

Lie­be Judith, vie­len Dank für die Kas­tra­ti­ons­pa­ten­schaft von Paul.