Seli­na, *ca. 2015

Selina1706151

Seli­na – Kanin­chen mit Spondylose

Pfle­ge­stel­le: Hel­ga Burgmair

Kas­tra­ti­ons­pa­tin: Gaby P. 

Seli­na war zusam­men mit ihrer Mut­ter Sim­ba und ihrem Bru­der Alex die letz­te von ehe­mals über 50 Kanin­chen eines Züch­ters, sie wur­de in einem Schre­ber­gar­ten in klei­nen, dunk­len Buch­ten gehal­ten. Wir wur­den von einer befreun­de­ten Kanin­chen­not­sta­ti­on auf die Drei auf­merk­sam gemacht und haben sie aufgenommen.

Der Züch­ter konn­te sich aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht mehr um die Kanin­chen küm­mern. Die Stäl­le wur­den nicht mehr aus­ge­mis­tet. Die Toch­ter des Züch­ters warf hin und wie­der etwas Stroh auf den alten Dreck drauf. Ent­spre­chend sahen die Buch­ten aus und ent­spre­chend hat es im Gar­ten­haus gero­chen. Als wir anka­men, war in den Buch­ten weder Heu noch ande­res Frisch­fut­ter, nur Tro­cken­fut­ter (Pel­lets) und die Was­ser­fla­schen sahen auch alles ande­re als frisch aus. Die Tie­re waren immer unbe­auf­sich­tigt, die Toch­ter kam ab und zu (lei­der nur unre­gel­mä­ßig) zum Füt­tern. Die Drei waren anfangs ziem­lich panisch, den Umgang mit Men­schen waren sie nicht sehr gewöhnt. Alle Drei hat­ten ver­dreck­te Popos und muss­ten auf der Pfle­ge­stel­le erst mal gesäu­bert wer­den. Sie wur­den kas­triert und gegen RHD 1+2 und Myxo­ma­to­se geimpft.

Seli­na hat sich in der Pfle­ge­stel­le gut akkli­ma­ti­siert und sozia­li­siert, sie ver­trägt sich gut mit den ande­ren Kanin­chen und ist auch Men­schen gegen­über zutrau­lich gewor­den, sie lässt sich auch strei­cheln. Sie hat wun­der­schö­nes sei­dig glän­zen­des Fell. Da es sich um eine mit­tel­gro­ße Ras­se (Thü­rin­gern Satin) han­delt, suchen wir ein groß­zü­gi­ges Aus­sen­ge­he­ge mit net­ter Kaninchengesellschaft.

Update 18.04.2018:
Seli­na hat sich lei­der einen Fer­sen­bein­bruch zuge­zo­gen und kann der­zeit nicht ver­mit­tel werden.

Update vom 23.08.2018:

Auf der Pfle­ge­stel­le ist auf­ge­fal­len, dass Seli­na in Sitz­po­si­ti­on ihren Rücken immer krümmt und sie fast nicht mehr den Stall ver­lässt. Bei der tier­ärzt­li­chen Unter­su­chung stel­le sich lei­der her­aus, dass sie stark fort­ge­schrit­te­ne Spon­dy­lo­se, eine krank­haf­te Ver­än­de­rung an den Wir­bel­kör­pern und Band­schei­ben, hat. Seli­na bekommt nun alle paar Wochen ein Lang­zeit­cor­ti­son gespritzt und bleibt unter ärzt­li­cher Kon­trol­le. Wir hof­fen, dass sie ihr Leben noch lan­ge genie­ßen kann.

01.10.2018:

Durch die star­ke Spon­dy­lo­se ging es Seli­na immer schlech­ter, die Medi­ka­men­te und die homöo­pa­thi­schen Mit­tel spra­chen lei­der nicht mehr an. Dem Pfle­ge­frau­chen viel die Ent­schei­dung sehr schwer, aber Seli­na hat­te star­ke Schmer­zen und so lie­ßen wir sie über die Regen­bo­gen­brü­cke gehen. Sie wird uns sehr fehlen.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön an Gaby P. für die Übern­nah­me der Kastrationskosten!