Schim­mel, *ca. 2012 – 16.04.2020

Schimmel19061006Schim­mel -

Pfle­ge­stel­le: Sarah A.

Schim­mel wur­de am 09. Juli 2018 bei uns abge­ge­ben, weil sein Kum­pel gestor­ben ist und die Hal­tung von Meer­schwein­chen been­det wur­de. Schim­mel wur­de uns als kas­trier­tes, gesun­des Männ­chen beschrie­ben. Aller­dings stell­te sich bei der Über­ga­be dann genau das Gegen­teil heraus.

Schim­mel war nicht kas­triert und auch der Gesund­heits- und Pfle­ge­zu­stand nicht opti­mal. Schimmels's Fell wur­de rasiert, er hat­te vie­le Haar­lin­ge und das Fell war an man­chen Stel­len fii­zig. Am Ohr hat­te er einen Pilz, der nach 1‑wöchiger Behand­lung schnell aus­ge­heitl war. Schim­mel hat­te Atem­wegs­be­schwer­den und ein schwa­ches Herz. Er konn­te des­halb anfäng­lich nicht kas­triert wer­den, son­dern wur­de knapp 1 Woche sta­tio­när in der Tier­artz­pra­xis behan­delt. Sein Zustand bes­ser­te sich von Tag zu Tag. Auf der Pfle­ge­stel­le wur­de er anschlie­ßend wei­ter mit den not­wen­di­gen Medi­ka­men­ten ver­sorgt. Am 07. August, also 1 Monat nach der Auf­nah­me, war sein Zustand so sta­bil, dass eine Kas­tra­ti­on mög­lich war. Die OP hat der Seni­or gut weg­ge­steckt. Bereits weni­ge Stun­den danach hat er mit gutem Appe­tit gefres­sen und lief umher, als ob nie was gewe­sen wäre. Schim­mel hat sich pri­ma erholt.

Alters­be­dingt hat Schim­mel zusätz­lich leich­te Arthro­se in den Hin­ter­bein­chen. Dage­gen bekommt er 1 x tgl. Medi­zin, eben­so ein Mit­tel zu Stär­kung des Her­zens. Am rech­ten obe­ren Augen­lid hat er einen klei­nen Blut­schwamm, den er sich hin und wie­der auf­kratzt. Dann muss man sein Auge mit etws Was­ser vor­sich­tig säu­bern. Den Blut­schwamm weg­zu­schnei­den wäre ris­kant gewe­sen, des­halb haben wir davon abgesehen.

Zu Schim­mels Cha­rak­ter bedarf es einem ein­zi­gen Wort: "Zucker­schnu­te". Er hört auf sei­nen Namen und kommt neu­gie­rig an den Geh­ge­rand um sich alle Lecke­rei­en von der Hand abzu­ho­len. Beson­ders Toma­te liebt er sehr. Die mampft er mit beson­de­rer Gier und sieht hin­ter­her dem­entspre­chend aus, als ob er einen roten Bart hät­te. Schim­mel hat ein äußerst sanft­mü­ti­ges Wesen und lässt sich im Gehe­ge auch strei­cheln wenn man sich vor­sich­tig nähert. Auf dem Arm und bei der Medi­zin­ein­ga­be hält er pri­ma still und nimmt alles brav aus der Spritze. 

Am 23.09.2018 fiel auf, dass Schim­mel sehr viel Bla­sen­schlamm aus­schei­det, wor­auf­hin ein Rönt­gen­bild ange­fer­tigt wur­de, wel­ches uns tat­säch­lich erschreckte:

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Sei­ne Bla­se ist gefüllt mit klit­ze­klei­nen Harn­stei­nen, sein Herz ist ver­grö­ßert, eben­so die Leber und spe­zi­ell die Brust­korb-Kno­chen zei­gen deut­li­che Veränderungen.
Schim­mel bekommt also nun zusätz­lich Schmerz­mit­tel, etwas Anti­bio­ti­ka und wird nicht mehr ver­mit­tel­bar sein son­dern kann nur noch pal­lia­tiv behan­delt wer­den – wird also ein Gna­den­brot­tier. Der Bub wird auf der Pfle­ge­stel­le in Peters­hau­sen bei Sarah A. bes­tens ver­sorgt. Sie hat jah­re­lan­ge Erfah­rung mit alten und kran­ken Tie­ren und ein beson­ders gro­ßes Herz für Senioren.

Wir hof­fen dass Schim­mel noch eine Zeit­lang bei uns blei­ben kann. 

Update 10.06.2019:
Unser hüb­scher Schim­mel ist ein Kämp­fer. Lei­der hat er immer wie­der diver­se Pro­ble­me mit sei­nen Zäh­nen, der Bla­se, sei­nem Blut­schwamm und die Arthro­se wird auch stär­ker. Aber dank sei­nem Kämp­fer­herz und der auf­opern­den Pfle­ge von Sarah lebt der wei­ße Strub­bel har­mo­nisch mit der eben­falls älte­ren Dame Resi (ehem. Heu­wus­le­rin) und zwei Jung­spun­den in einem net­ten Quar­tett. Die zwei Jung­spun­de tun den bei­den älte­ren Schwein­chen sehr gut und bei­de sind noch­mal rich­tig aufgeblüht.
Wir hof­fen wei­ter­hin dass Schim­mel­chen noch ein biss­chen wei­ter­kämpft und bei Sarah bleibt.

Update 16.04.2020:
Unse­rem Kämp­fer Schim­mel ging es die letz­ten Tage lei­der immer schlech­ter. Die Arthro­se schränk­te ihn immer mehr ein. Bewe­gen ging fast gar nicht mehr. Ges­tern abend hat er dann jeg­li­ches Fres­sen ver­wei­gert und auch Päp­peln woll­te er nicht mehr. Daher hat sich unse­re Pfle­ge­stel­le ent­schie­den den klei­nen Mann heu­te erlö­sen zu lassen.
Schim­mel­chen hin­ter­lässt eine gro­ße Lücke. Beson­ders die pfle­ge­inten­si­ven Schwein­chen schlei­chen sich immer sehr tief ins Herz und es tut sehr weh wenn sie dann gehen. Wir wün­schen Schim­mel aber nun auf der Regen­bo­gen­wie­se dass er wie ein jun­ger Rum­sprin­gen kann und ganz vie­le Freun­de hat.
Machs gut süßer Knopf.

Herz­li­chen Dank an Bet­ty & Mar­co für die lan­ge Unter­stüt­zung von Schim­mel! Ohne Leu­te wie euch könn­ten wir das alles nicht machen.