Miss Money­pen­ny, *Dezem­ber 2010 – 08.10.2015

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Miss Money­pen­ny – ein Pal­lia­ti­ves Schweinchen

Money­pen­ny ist eine fröh­li­che Schwein­chen­da­me, die am liebs­ten lebens­lus­tig in wil­den Bock­sprün­gen durch das Gehe­ge tollt. Doch lei­der ist sie gesund­heit­lich ziem­lich ange­schla­gen und die Ärz­te attes­tie­ren ihr lei­der nur noch eine kur­ze Lebens­span­ne. Lei­der war die Lebens­span­ne doch kür­zer als gehofft..

Miss Money­pen­ny ist immer noch total lebens­lus­tig und hat ziem­lich viel Blöd­sinn im Kopf. Sie wohnt nun bei Gna­den­brot­tier Geroni­mo und sei­nen Mädels in der Grup­pe und wir ver­su­chen ihr noch einen schö­nen Lebens­abend zu gestalten.

Aber mal von vorne:

Im März 2015 haben wir sie bei uns auf­ge­nom­men und sie soll­te in die Ver­mitt­lung gehen. Gleich nach der Auf­nah­me hat­te sie einen "neu­ro­lo­gi­schen Anfall" mit Augen­zu­cken und leich­ten Krämp­fen, die wur­de natür­lich sofort in der Tier­kli­nik abge­klärt, doch lei­der konn­te man kei­ne Ursa­che fin­den und man konn­te nicht aus­schlies­sen das es viel­leicht nur Streß war.

Im Mai soll­te sie auf einen End­platz zie­hen, doch da stell­ten sich Auf­fäl­lig­kei­ten an den Augen dar und wir stell­ten sie beim Augen­spe­zia­lis­ten vor. Es wur­de eine Chla­my­di­en­in­fek­ti­on an den Augen fest­ge­stellt, dies wur­de nun lang­wie­rig mit einer Augen­sal­be behandelt.

Im Juni haben wir einen nega­tiv Abstrich nach­wei­sen kön­nen, doch lei­der stell­te sich nun Fell­ver­lust an den Flan­ken ein und es war Auf­fäl­lig das Money­pen­ny plötz­lich mehr trank. Also wie­der zum Tier­arzt und da stell­te sich im Ultra­schall nun ein ziem­lich erschüt­tern­der Befund raus.

Die bekann­ten Ova­ri­al­zys­ten waren nun hasel­nuss­groß, die Nie­ren zeig­ten sich als Schrumpf­nie­ren durch­setzt mit vie­len Zys­ten. Die Metra im Bereich der Bla­se deut­lich ver­dickt, was vom Bild her auf einen Tumor hinweist.

Eine OP kann auf­grund der dra­ma­ti­schen Nie­ren­be­fun­de nicht mehr durch­ge­führt werden.

Auch bei einer Zweit­mei­nung und einem erneut aus­führ­li­chen Ultra­schall konn­te nur fest­ge­stellt wer­den, das die Befun­de eher schlech­ter wer­den. Die Ova­ri­al­zys­ten sind hor­mo­nell aktiv und die Gebär­mut­ter ist wei­ter­hin sehr ver­grö­ßert. Was auf einen grö­ße­ren Tumor hin­weist. Auf­grund der Nie­ren­pro­ble­ma­tik ist eine OP nicht möglich.

Sie bekommt bei uns nun eine pal­lia­ti­ve Betreu­ung, so das sie viel­leicht noch Zeit mit ihrer Grup­pe ver­brin­gen kann. Wenn man ihr so zuschaut, glaubt man gar nicht das sie an einer Lebens­li­mi­tie­ren­den Krank­heit lei­det, sie klet­tert immer noch auf alles drauf und hat wirk­lich Flau­sen im Kopf. Sie bet­telt ums Fut­ter was das Zeug hält und ist abso­lut unerschrocken.

Miss Money­pen­ny wur­de durch ihre lus­ti­ge Art schnell in unser Herz geschlos­sen. Man merk­te ihr die schwe­re Krank­heit auch nicht an, nur ihr Schlaf­pen­sum war etwas höher.Und sie hat­te ihre klei­ne Grup­pe gut in der Pfo­te. Alles dreht sich um die Klei­ne Maus.

Am 07.10.2015 hat sich der Zustand von Miss Money­pen­ny lei­der mas­siv ver­schlech­tert, zu dem Fell­ver­lust kam nun Apa­thie, dazu nahe­zu psy­cho­ti­sche Ren­n­at­ta­cken mit der Gefahr sich sel­ber zu ver­letz­ten und Urin abset­zen schien auch erschwert. So mach­ten wir einen Ter­min bei unse­rer Ärz­tin und haben Miss Money­pen­ny am 08.10.2015 erlö­sen lassen.

Nun kann sie hof­fent­lich auf der ande­ren Sei­te des Regen­bo­gens wie­der unbe­schwert ohne Schmer­zen und Unwohl­sein über saf­ti­ge Wie­sen rennen.