Kah­vi – *ca. Mai 2011 – 27.01.2015

Kahvi008Kah­vi – unser Zahnschweinchen

Kah­vi wur­de zusam­men mit ihrem Part­ner Wind­kind (bereits ver­mit­telt) schwe­ren Her­zens bei uns abge­ge­ben. Die Besit­ze­rin war schon schier ver­zwei­felt weil Kah­vis Zäh­ne Fehl­stel­lun­gen auf­wie­sen und die nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen auf­ge­such­ten Tier­ärz­te den Zustand bedingt durch inkom­pe­ten­te Zahn­kor­rek­tur die Situa­ti­on nur noch verschlimmerten.

Selbst ein Weg zu einer Fach­kli­nik am Boden­see, ver­bun­den mit immensen Kos­ten, nahm sie auf sich um Kah­vi behan­deln zu las­sen. Erschwe­rend kommt hin­zu dass die Besit­ze­rin taub­stumm ist, was eine Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Ärz­ten erschwer­te, wel­che sich aber viel­leicht auch nicht die nöti­ge Zeit nah­men um alles auf­zu­schrei­ben und zu erklä­ren. Trotz­dem kämpf­te die Besit­ze­rin tag­ein tag­aus von Anfang Juli bis zur Abga­be am 18.10.2014 bei uns dar­um, ihrem gelieb­ten Meer­schwein­chen wie­der mehr Gewicht auf die Rip­pen zu brin­gen. Mehr­mals Füt­tern mit Cri­ti­cal Care, Gemü­se und Heu klein­ge­schnit­ten, alles hat man ver­sucht, aber es half ein­fach nichts. Nach einer Recher­che im Inter­net kam sie auf die Heu­wus­ler und lies über ihre Mut­ter aus Ber­lin tele­fo­nisch Kon­takt zu uns auf­neh­men. Sofort war klar dass wir hier schnells­tens hel­fen wer­den. Wir ver­ein­bar­ten einen Ter­min und stell­ten Kah­vi bei Frau Dr. Homei­er vor, die das Pro­blem sofort erkann­te und fach­män­nisch beglich. Trotz­dem war es auch für unse­re Pfle­ge­stel­le noch ein lan­ger Weg bis Kah­vi end­lich wie­der selbst­stän­dig fres­sen konn­te, da sich die Kau­mus­ku­la­tur schon zurück­ge­bil­det hat­te. Kah­vi schob in Zeit­lu­pe den Fut­ter­brei von links nach rechts, das täg­li­che Füt­tern wur­de auch für uns zur Zer­reiss­pro­be, vor allem nachts wenn man ger­ne sel­ber ein Auge zuma­chen möch­te. Aber die Geduld hat sich aus­ge­zahlt. Gute tier­ärzt­li­che Betreu­ung und zusätz­li­che Ver­ab­rei­chung von gut aus­ge­wähl­ter homöo­pa­thi­scher Arz­nei führ­te dazu, dass Kah­vi Tag für Tag bes­ser fres­sen konn­te. Aus einem Anfangs­ge­wicht von 569 Gramm sind nun (Stand Janu­ar 2015) 840 Gramm gewor­den, Ten­denz steigend.

Kah­vi ist ein klei­nes tap­fe­res Meer­schwein­chen, was für Ihre täg­li­che Por­ti­on Spe­zi­al­fut­ter Cri­ti­cal care gemischt mit Her­bi­ca­re mitt­ler­wei­le sogar Männ­chen macht und sich mit ihrer Grup­pe dar­um strei­tet wer als ers­tes an die Sprit­ze darf. Mitt­ler­wei­le frisst sie die Mischung aber auch sel­ber aus dem Napf.

Sie muß wei­ter­hin alle 4 Wochen zum Zahn­arzt zwecks Kon­trol­le und ggf. Kür­zen der Zähne.

Sie bil­det mit den Gna­den­brot­tie­ren Geroni­mo und Livi ein super Trio und es ist eine Freu­de den Drei­en zuzuschauen.

Wir sind in ste­tem Kon­takt mit der ehe­ma­li­gen Besit­ze­rin und auch mit der Mut­ter aus Ber­lin, die kei­ne Kos­ten und Mühen scheu­te, trotz der wei­ten Stre­cke 50 kg Heu zu uns als Spen­de trans­por­tie­ren zu las­sen. Wir freu­en uns, dass wir in Kah­vis "Fall" Men­schen getrof­fen haben, die auch nach der Abga­be der Tie­re bei uns wei­ter­hin gro­ßes Inter­es­se an ihren lieb­ge­won­ne­nen Tie­ren haben und nicht – wie lei­der in man­chen Fäl­len ‑aus den Augen aus dem Sinn – sich nie mehr melden. 

Ein wei­te­rer Dank auch an Sabi­ne aus Nürn­berg, die als Kah­vis Paten­tan­te die monat­li­che Zahn­kor­rek­tur finan­zi­ell unterstützt!

Am 27.01.2015 soll­te bei Kah­vi ein Kie­fer­ab­szeß ope­riert wer­den. Ein paar Tage zuvor zeig­te Kah­vi Pro­ble­me beim Fres­sen und sie hielt den Kopf etwas schief, wir stell­ten Sie sofort bei unse­re Zahn­ärz­tin vor. Wir beka­men dann schnell einen OP Ter­min. Wäh­rend der OP stell­te sich raus, das der Abszeß viel Grö­ßer als erwar­tet war und Kah­vi die Nar­ko­se auch nicht sehr gut ver­trug. Da die Aus­sich­ten sehr schlecht waren und alle Backen­zäh­ne auf der Betrof­fe­nen Sei­te gezo­gen wer­den müss­ten. Dadurch wür­de die Lebens­qua­li­tät mehr als schlecht wer­den für Kah­vi und so riet uns, die seit lan­ger Zeit behan­deln­de Ärz­tin, Kah­vi doch unter Nar­ko­se erlö­sen zu lassen.

Wir wer­den die Klei­ne Maus sehr ver­mis­sen, sie ist uns durch ihre char­man­te Art schnell ans Herz gewachsen.