Eve­li­na, *23.11.2013 – 15.02.2020

Evelina1908045

Eve­li­na – Senio­rin mit einem Auge

Pfle­ge­stel­le: Iris

Eve­li­na wur­de am 06.06.19 abge­ge­ben, da die Hal­tung nach lan­ger Zeit been­det wur­de. Sie ist das letz­te Tier aus einer Grup­pe mit 21 Schweinchen.

Damals war Eve­li­na bereits auf einem Auge „blind“ auf­grund von Cho­ris­tie. Die­se ist im Alter bei Meer­schwein­chen lei­der manch­mal fest­stell­bar. Wir lie­ßen vor­sorg­lich den Augen­druck mes­sen um sicher zu gehen, dass wir hier kei­ne wei­te­re „Bau­stel­le“ über­se­hen. Der Augen­druck war jedoch im Normbereich.

Nach eini­ger Zeit wur­de Eve­li­nas Auge plötz­lich „rot“ und daher beschloss die Pfle­ge­stel­le, dies tier­ärzt­lich abklä­ren zu las­sen. Das Ergeb­nis war lei­der reicht ernüch­ternd. Ein Augen­druck von 50!! Sofort wur­den zwei ver­schie­de­ne Augen­trop­fen ver­ord­net. Eve­li­na bekam die­se ins­ge­samt sechs Mal am Tag. Dies ließ sie brav mit sich machen.

Da der Augen­druck – ent­ge­gen der Hoff­nung – nach zwei Tagen über­haupt nicht zurück­ge­gan­gen ist, muss­ten wir zu einem Augen-Spezialisten.

Hier wur­de uns bestä­tigt, dass das Auge lei­der ent­fernt wer­den muss.

Um Eve­li­na wei­te­re Schmer­zen (ab einem Augen­druck von 30 spricht man beim Men­schen von migrä­ne­ar­ti­gen Schmer­zen) zu erspa­ren, wur­de die OP für den nächs­ten Tag vereinbart.

Die Ope­ra­ti­on ver­lief soweit gut. Eve­li­na erlitt lei­der wäh­rend der OP Sauer­stoff­man­gel. Sie brauch­te ziem­lich lan­ge um “auf­zu­wa­chen“ und wur­de, sobald sie soweit „ansprech­bar“ war, von der Pfle­ge­stel­le in Emp­fang genom­men. Noch in der Pra­xis wur­de durch die Pfle­ge­stel­le ihr Kreis­lauf durch Mas­sa­ge sta­bi­li­siert. Dank einer mit­ge­brach­ten „Lunch Box“ konn­te Eve­li­na auch gleich mit Fut­ter ver­sorgt werden.

„Zuhau­se“ erwar­te­te Eve­li­na ein abge­trenn­ter Bereich im Gehe­ge, damit sie wenigs­tens Sicht­kon­takt zum Rest der Grup­pe hat. Sie darf für mind. 12 Tage nur auf Hand­tü­chern sit­zen, da die Gefahr von Staub oder Streu in der ver­näh­ten Wun­de zu groß wäre. Eben­so darf nur wenig am Boden lie­gen­des Heu in ihrem Bereich sein, damit sie sich kei­nen Heu-Halm in die ver­näh­te Wun­de piekst.

Eve­li­na erholt sich recht gut. Sie bekommt täg­lich fri­sches Gras und Kräu­ter von der Wie­se, eben­so etwas Tro­cken­fut­ter in Form von Erb­sen­flo­cken und getrock­ne­tem Gemüse.

Wir hof­fen sehr, dass es bei Eve­li­na wei­ter­hin so gut „auf­wärts“ geht.

Eve­li­na wird auch wei­ter­hin auf der Pfle­ge­stel­le als Gna­den­brot­tier leben. 

Lie­ber Phil­ipp & Moritz, herz­li­chen Dank dass ihr wie­der ein armes Schwein­zerl mit einer Paten­schaft unter­stützt. Eve­li­na freut sich sehr darüber.

21.08.2019:

Vie­len lie­ben Dank an Oli­via R., die eine groß­zü­gi­ge Spen­de von ihrem Taschen­geld für Eve­li­na geschickt hat!

27.12.2019:

Eve­li­na hat sich in der Grup­pe auf der Pfle­ge­stel­le sehr gut ein­ge­lebt. Sie ist immer mit­ten dabei und hat auch durch den Ver­lust ihres Auges kei­ner­lei Einschränkungen.

Der­zeit merkt man Eve­li­na manch­mal an, dass sie älter wird. Vor eini­gen Wochen war sie beim Füt­tern noch als ers­te zur Stel­le. Jetzt braucht sie manch­mal ein biss­chen Zeit, bis sie merkt, es Fut­ter gibt. Aber das ist im Alter auch legi­tim und wir ach­ten natür­lich gut dar­auf, dass Eve­li­na zu ihrer Rati­on kommt und ihr Gewicht hält.

Auch bei Eve­li­na freu­en wir uns sehr, dass die Vor­be­sit­zer sich immer wie­der mel­den und nach ihr fragen.

15.02.2020:

Lei­der muss­ten wir Eve­li­na heu­te gehen lassen.

Sie hat­te schon seit ca zwei Wochen Pro­ble­me mit dem Fres­sen. Es wur­de ein kaput­ter Backen­zahn fest­ge­stellt. Der Zahn wur­de ent­fernt. Eve­li­na hat noch am sel­ben Tag des Ein­griffs wie­der ange­fan­gen, selb­stän­dig zu fres­sen. Am nächs­ten Tag fand die Pfle­ge­stel­le Eve­li­na fast tot im Gehe­ge. Die sofor­ti­ge Fahrt zum Tier­arzt ergab Herz­rhyth­mus­stö­run­gen. Eve­li­na blieb in der Pra­xis und konn­te, rela­tiv fit abends wie­der abge­holt wer­den. Sie wur­de gepäp­pelt, Apfel konn­te sie allei­ne fres­sen. Am 15.02.verließ sie jedoch die Kraft. Das lin­ke Hin­ter­bein war gelähmt und Eve­li­na konn­te nicht mehr lau­fen. Auf der Fahrt zum Tier­arzt fraß sie noch zwei Stü­cke Apfel. Aber es gab kei­ne Mög­lich­keit mehr, ihr erneut zu hel­fen. Wir muss­ten sie gehen lassen.

Eve­li­na war ein ganz beson­de­res Schwein­chen. Sie hin­ter­lässt eine gro­ße Lücke.

Unser Dank gilt auch Evelina´s Paten Phil­ipp & Moritz die ihr so toll unter die Pföt­chen gegrif­fen haben.

Evelina2001081

Eve­li­na mag Paprika