Medi­cal Training

Medicaltraining2Ich glau­be, jeder kennt das. Gera­de das Meer­schwein­chen, dass sich par­tout nicht ein­fan­gen und anfas­sen las­sen will, wird krank.

Nun soll es täg­lich Medi­ka­men­te, homöo­pa­thi­sche Trop­fen oder Kügel­chen bekom­men. Jedes Mal muss das Tier gefan­gen und das Medi­ka­ment, mit­tels einer Sprit­ze, ins Maul ver­ab­reicht wer­den. Das bedeu­tet Stress für Tier und Mensch. Doch wer vor­sorgt, kann viel Stress ver­mei­den. Denn wenn das Tier schon vor­ab lernt in eine Trans­port­box ein­zu­stei­gen oder aus einer Sprit­ze zu trin­ken, kann man sich vie­le Sor­gen ersparen.

Mit Hil­fe des Kli­cker­trai­nings (sie­he ande­rer Bei­trag) kön­ne alle die­se Din­ge ver­stärkt und geübt werden.

Die Trans­port­box

Die­se wird ins Gehe­ge gestellt und mög­lichst kusche­lig her­ge­rich­tet. Jedes Mal, wenn das/die Meer­schwei­nen die Box betre­ten, "klickt" man. Die Zeit in der Box wird kon­ti­nu­ier­lich ver­län­gert. Als letz­ten Schritt wird die Türe geschlossen.

Aber auch ohne Kli­cker­trai­ning funk­tio­nierts: Dabei wird Fut­ter in die Box gelegt. Durch das Fut­ter wird das Schwein­chen für den Auf­ent­halt in der Box posi­tiv verstärkt.

Trin­ken aus der Spritze

Ins­be­son­de­re, wenn das Kli­cker-Trai­ning und der "Tar­get" schon bekannt sind, ist die­se Übung ein Kinderspiel.

Dabei wird zuerst eine klei­ne Sprit­ze ohne Inhalt nahe an das Tier gehal­ten. Schnup­pert es dar­an oder, noch bes­ser, beißt hin­ein, wird es belohnt/geklickt.

Fass das gut funk­tio­niert, zieht man einen Trop­fen Was­ser (ca. 0,05 ml) in der Sprit­ze auf. Sobald das Tier hin­ein beißt, drückt man den Trop­fen aus der Sprit­ze und belohnt/klickt wie­der. Die Was­ser­men­ge kann jetzt lang­sam erhöht wer­den. Es soll­te aber nicht mehr als 1 ml pro Tag/Training sein.

Am Anfang wird jeder Ansatz belohnt. Sobald das Prin­zip ver­stan­den ist, wird nur noch belohnt, wenn das Was­ser auch wirk­lich getrun­ken wurde.

Wenn das Trin­ken mit Was­ser sicher klappt, kann auch ein­mal Tee in die Sprit­ze gefüllt wer­den. So gewöh­nen sich die Tie­re dar­an, dass der Inhalt ver­schie­den schme­cken kann.

Tie­re, die schon schlech­te Erfah­run­gen mit der Trans­port­box oder der Sprit­ze gemacht haben, brau­chen oft län­ger oder wol­len gar nichts mit die­sen Din­gen zu tun haben. Man soll­te es mit Geduld ver­su­chen und kei­nen Druck machen. Wenn die Tie­re sich dage­gen abso­lut weh­ren muss man das akzep­tie­ren. Aber einen Ver­such ist es alle­mal wert.

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Vie­len Dank, lie­be Sarah für den tol­len Beitrag!