Pia – Ein Stern am Himmel

MinaPia23Lei­der müs­sen wir nach dem letz­ten glück­li­chen Ein­trag nun unse­re News mit einem trau­ri­gen Ereig­nis fort­set­zen.
Unser Gna­den­brot­schwein­chen Pia hat am 10.01.2014 ihre Köf­fer­chen gepackt und sich auf die Rei­se zum Ster­nen­him­mel bege­ben. Seit Juli 2013 war sie bei uns und von Anfang an unser gro­ßes Sor­gen­kind (mehr Infos zur Her­kunft und Gesche­hen zu unse­rer Pia fin­den Sie auch unter der Rubrik "Gna­den­brot­tie­re").
Ihr Fell­ver­lust wur­de trotz Hor­mon­the­ra­pie immer grö­ßer und sie wäre bald ganz nackig gewe­sen. Sie muss­te viel Ener­gie auf­wen­den, um den Wär­me­ver­lust zu kom­pen­sie­ren. Die letz­ten ver­blie­be­nen Här­chen stan­den ihr wie klei­ne Steck­na­deln vom Kör­per ab und sie lag oft geplus­tert im Kuschelbettchen. 

Bei einem erneu­ten Tier­arzt­ter­min und wie­der­hol­tem Ultra­schall des Bauch­rau­mes stell­te man fest, dass die Ova­ri­al­zys­ten grö­ßer gewor­den sind und Pia im Bereich der Gebär­mut­ter sehr schmerz­emp­find­lich war. Das Blut­bild zeig­te kei­ne Abwei­chun­gen im Bereich der Leber/Niere, wor­auf­hin wir uns nach Abwä­gen von Für und Wider letzt­end­lich dazu ent­schos­sen haben, Pia kas­trie­ren zu las­sen. Wir sahen das als letz­te Mög­lich­keit, um die Hor­mon­pro­ble­ma­tik in den Griff zu bekommen.

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Der Ein­griff war selbst für die äußerst kom­pe­ten­te Tier­ärz­tin, die sol­che Ope­ra­tio­nen schon mehr­fach für unse­re Tie­re erfolg­reich aus­führ­te, nach eige­ner Aus­sa­ge die kom­pli­zier­tes­te Kas­tra­ti­on die sie bei einem Meer­schwein­chen je hat­te. Die Gebär­mut­ter war schon sehr hyper­plas­tisch (ent­ar­tet), die Eier­stö­cke extrem ver­klebt und ver­wach­sen. Das Frei­prä­pa­rie­ren zum Abbin­den war äußerst schwie­rig, da die Eier­stö­cke teils in Rich­tung Nie­ren ver­wach­sen waren und auch der Darm stän­dig vor­fiel. (Nor­ma­ler­wei­se sagt sie, ope­riert sie immer allei­ne, bei Pia brauch­te sie zum ers­ten Mal eine Hel­fe­rin). Kurz nach der Ope­ra­ti­on ent­wi­ckel­te Pia eine höchst­gra­di­ge Tym­pa­nie (Auf­ga­sung). Trotz sofort ein­ge­lei­te­ter Gegen­maß­nah­men ver­schlech­ter­te sich ihr Zustand zuse­hends. Ein Zufüt­tern /Medizingabe war schließ­lich auch nicht mehr mög­lich, da Pia nicht mehr schlu­cken konnte/wollte. Sie wur­de immer schwä­cher und schlief schließ­lich ein.

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Lie­be Pia,

wir alle sind ganz betrof­fen und trau­rig. Wir haben wirk­lich alles erdenk­lich Mach­ba­re ver­sucht, um Dir zu hel­fen. Du warst ein so son­ni­ges Schwein­chen. Neu­gie­rig und uner­schro­cken hast Du die Welt erkun­det und uns oft zum Schmun­zeln gebracht.

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Der Stall ist nun um eine ganz beson­de­re Per­sön­lich­keit ärmer und Dei­ne Freun­din, die Mina, ver­misst Dich sehr!

Unser klei­nes Opos­sum – komm gut an im Ster­nen­him­mel und grü­ße alle bereits Vorangegangenen.

Du hin­ter­läßt gro­ße Traurigkeit!

Dei­ne Pfle­g­el­tern, Andrea und Jürgen