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Ausgerechnet am Valentinstag - am Tag der Liebe - wurden wir zu einem Notfall der ganz besonders schlimmen Art gerufen, der sich in die Köpfe und Herzen aller daran Beteiligter brannte. 

Monatelang alarmierten Nachbarn einer vermeintlichen Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde- und Katzenzüchterin die Polizei und wiesen auf die Missstände der Tierhaltung hin. Nie geschah etwas - die Polizei sah sich dafür nicht verantwortlich. Eine völlig aufgelöste Anwohnerin, die das Sterben der Tiere auf diesem Privatgrundstück dokumentierte, rief schließlich bei uns an, übermittelte ein paar Fotos und flehte um Hilfe. Sofort war klar: Hier kann man nicht noch länger warten, die Zeit drängte, es ging um Leben und Tod. Wir alarmierten sofort unsere Tierärztin, diese wiederum das zuständige Veterinärsamt. Gott sei Dank hatte man dort ein Einsehen und man kümmerte sich um die Auflösung dieser Misstände. Wir konnten die noch überlebenden Tiere aus diesem Albtraum befreien.

Vor Ort angekommen zeigte sich uns ein Bild des Grauens.  Im Garten stand eine Schutzhütte die cm-hoch mit Kaninchen-Kot übersäht war. Leere Futterschüsseln, leidiglich trockene Semmeln lagen im Dreck. Kein Frischfutter, kein Heu. Da die Kaninchen teilweise frei auf dem Grundstück herumliefen, war es auch für den Hund ein Leichtes, einige davon zu erwischen und zu töten. Die hinterlassenen Spuren ließen keinen Zweifel an dem Gemetzel. In einem Glas-Gewächshaus, das sich ebenfalls auf dem Grundstück befand, war das Dach teilweise eingestürzt, Glasstücke spickten im Boden. Auch hier befanden sich einige Kaninchen........

 

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Andere Kaninchen, sowie auch einige Meerschweinchen saßen in beengte Buchten, das Wasser in den Nippelflaschen gefroren; auch hier seit Wochen nicht mehr ausgemistet, Dreck, Schimmel, Gestank - ein Grauen!

 

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Unter dem Dreck lagen schon Meerschweinchen-Kadaver.

Muttertiere starben, die hilflosen Babies sich selbst überlassen, keine Muttermilch, keine Geborgenheit - nur Trauer, Angst und Hoffnungslosigkeit.

 

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Wir konnten 14 Meerschweinchen noch lebend retten und nach intensiver tierärztlicher Betreuung und Pflege auf unseren Pflegestellen, haben auch alle ein wunderbares Zuhause gefunden.

Dank der schnellen Hilfe einer renomierten Kaninchen-Schutzorganisation konnten auch noch 26 Kaninchen von ihrem Martyrium gerettet werden.

Für viele Tiere kam jede Hilfe zu spät, ein Kaninchen starb noch während der Autofahrt zur Tierarztpraxis.

 

 Was bleibt ist Wut, Trauer und Fassungslosigkeit dass es erst soweit kommen muss, bis man rechtskräftig handeln darf. 

 

 

 

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